Geschichte

Die ersten Messungen im Matschertal wurden im Herbst 2008 im Rahmen des Projektes “Klimawandel Südtirol” (finanziert durch die Autonome Provinz Bozen) durchgeführt. Das ursprüngliche Ziel war die Untersuchung von Grasland im Berggebiet mit dem besonderen Augenmerk auf den Einfluss klimatischer Veränderungen auf Mikroklima, Pflanzenvielfalt und Futterertrag. Die Messaktivitäten wurden von da an kontinuierlich ausgeweitet und erreichten in den letzten Jahren auch prozess-orientierte ökologische Forschung, sowie zeitliche (historische Analysen, aktuelle Prozesse und Zukunftsszenarien) und räumliche Analysen (von der Punktebene bis hin zur Landschaftsebene und über verschiedene Ökosysteme hinweg).

Innerhalb der Standorte gibt es zusätzlich einen Höhen-Transekt, wodurch die Einflüsse von erhöhter Lufttemperatur anhand von Transplantations-Experimenten analysiert werden können.

Neben den mikroklimatischen Messungen werden auch immer wieder Vegetations- und Landschaftskartierungen sowie Bodenansprachen durchgeführt.​

2009

Stufenweiser Aufbau von 17 unterschiedlich (Mikro)-Klimastationen von Schluderns (950 m) über Muntatschinig (1450 m) bis zum Tartscher Leger (1950) sowie an weiteren repräsentativen Punkten des Tales. Seither laufen im Viertel-Stunden Takt ca. 160 verschiedene Meßgrößen in einer Datenbank zusammen, wo sie vor der Prozessierung noch einer Qualitätsprüfung unterzogen werden.

2010

Die Universität Innsbruck errichtet eine Eddy Covariance Messstation.

9 automatisch wiegende Lysimeter werden eingebaut, welche Daten zur Evapotranspiration und der Wassernutzungseffizienz liefern.

2012

Experimentelle Dürre-Simulations-Experimente werden gestartet, welche den Einfluss von Frühjahrs und Sommerdürre auf die Vegetation untersuchen.

2014

Die Universität Innsbruck errichtet eine weitere Eddy Covariance Messstation.

2016

Sieben (Mikro)-Klimastationen wurden mit neuen Sensoren und modernen Pluviometern ausgestattet.